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Tipps zum richtigen Befüllen eines Hochbeetes


Beim Aufstellen des Hochbeetes sollte der Standort gut ausgewählt werden. Ein ebener Untergrund sorgt dafür, dass Wasser gleichmäßig abläuft und es nicht zu Staunässe kommt. Es ist zu empfehlen, eine ca. 20 cm tiefe Grube auszuheben, damit das Beet sicher steht und das Material im Innern des Hochbeetes mit dem Erdboden „arbeiten“ kann.

Vor dem Befüllen sollten die Wände des Hochbeetes zunächst mit Folie ausgekleidet werden, damit die Innenwände vor Nässe geschützt sind. Anschließend den Boden mit Kaninchendraht bedecken. Das Zaungeflecht verhindert, dass Wühlmäuse und Maulwürfe von unten eindringen und Schaden im Hochbeet anrichten.

Danach kann das eigentliche Befüllen beginnen: Es werden 3 - 5 Schichten aus unterschiedlichen organischen Materialien gebildet, die von unten nach oben immer feiner werden. Durch die einsetzende Kompostierung der Naturmaterialien kommt es zur Bildung von Humus, der die Pflanzen im Hochbeet über mehrere Jahre mit Nährstoffen versorgt.

Aufgrund des Verrottungsprozesses wird außerdem Wärme erzeugt, die ein frühzeitiges Aussäen im Hochbeet möglich macht und im Vergleich zu normalen Gemüsebeeten ohne Einsatz von zusätzlichem Dünger zu erheblich höheren Erträgen führen kann.

Sollen Gemüse, Kräuter und Blumen im Beet gut wachsen, werden 4 - 5 Schichten benötigt

1. Schicht: Baum- und Strauchschnitt
Schnittholzabfälle wie Äste, Zweige, Strauchabfälle oder Holzhäcksel sorgen für die Drainage im Beet. Das feste Schnittgut hält die oberen Schichten leicht vom Boden ab. So kann Wasser besser abfließen und die notwendige Luftzirkulation stattfinden.
Höhe ca. 15 cm

2. Schicht: Rasenschnitt
Umgedrehter Rasensoden oder Rasenschnitt sowie sehr fein gehäckseltes Schnittgut finden in der 2. Schicht Verwendung. Vor allem trocknendes Gras eignet sich besonders gut.
Höhe ca. 10 cm

3. Schicht: Trockenes Blattwerk
Als 3. Schicht werden Laub oder trockene Blätter in das Hochbeet eingefüllt. Diese dient zur zusätzlichen Durchlüftung sowie als Unterlage für die darüber liegende Kompostschicht.
Höhe ca. 10 cm

4. Schicht: Kompost
Für die 4. Schicht eignet sich am besten eigene Komposterde aus Garten- und Küchenabfällen. Der Kompost stellt Nährstoffe für die Kräuter und Gemüsepflanzen bereit. Natürlich kann hier auch gekaufte Komposterde verwendet werden. Wichtig: keine Fleisch- und Fischreste verwenden.
Tipp: Alternativ kann auch Rindermist oder Pferdemist eingesetzt werden. Dieser sollte evtl. mit gewöhnlicher Erde durchmischt werden und kann so für eine höhere Temperatur im Beet sorgen, die das Pflanzenwachstum fördert.
Höhe ca. 25 cm

5. Schicht: Gartenerde
Schließlich wird Gartenerde als Bepflanzungsschicht bis knapp unter den oberen Rand eingefüllt. Im oberen Bereich kann diese noch mit reifem Kompost verbessert werden. Die Gartenerde gleichmäßig verteilen und leicht andrücken.
Höhe ca. 20 - 25 cm

Ist das Hochbeet befüllt und hat der Verrottungsprozess eingesetzt, sackt die Füllung allmählich in sich zusammen. Der Inhalt verdichtet sich und aufgrund der Zersetzung nimmt der Hochbeetinhalt jedes Jahr um ca. 10 bis 20 cm ab. Deshalb sollte das Hochbeet in jedem Frühjahr mit etwas Gartenerde und Kompost nachgefüllt werden. Erst nach 5 Jahren sind alle organischen Naturmaterialien im Hochbeet vollständig zersetzt und abgebaut. Dann muss das Hochbeet komplett neu befüllt werden. Der in dieser Zeit im Hochbeet entstandene Humus ist ideal dafür geeignet, ihn im Garten zur Verbesserung des Bodens auszubringen. So dient das Hochbeet auch als natürlicher Komposter.